familie carlosWir unterstützen Familie Carlos in Mosambik (Caimosa).
Nach dem Aufenthalt in Deutschland sind sie wieder ein Jahr in Kapstadt. Sie fühlen sich dort schon zu Hause und haben erste Wurzeln geschlagen. Die Gemeinschaft der Studenten und ihrer Familien sowie der dazugehörigen Gemeinde tragen wesentlich dazu bei.

Edgar hat sein erstes Studienjahr abgeschlossen. Inhaltlich bringt ihm das Studium sehr viel, jedoch ist das akademische Arbeiten und das Schreiben von Hausarbeiten eine Herausforderung für ihn. Er ist unglaublich fleißig, so fleißig, dass ihm kaum Zeit für die Musik bleibt. In den Semesterferien wird er sich auf zwei Nachprüfungen und auf die Fächer des zweiten Jahres vorbereiten – und soviel musizieren wie möglich!

Susannas Bilanz nach dem ersten Jahr auf der neuen Mädchenschule fällt positiv aus. Sie hat sich entschieden, die guten Seiten der Schule voll zu nutzen! In der Gemeinde hat sie ihren festen Platz in der Kinderarbeit gefunden und Aarons Leidenschaft fürs Skaten hat sie angesteckt, so dass die beiden öfter zusammen mit Freunden Muizenberg auf dem Skateboard unsicher machen.

Aaron geht souverän seinen Weg in der Schule, im Schließen von Freundschaften und mit seinen Hobbies. Er ist sooo gewachsen im vergangenen Jahr. Seine Asthmabeschwerden kommen und gehen mit den Erkältungen und Allergien, die es auslösen, aber seit 5 Monaten hatte er keinen Anfall mehr!

Dorothee ist als Coach für die Drei da, und steht in den Startlöchern für das, was sie in die Bibelübersetzungsarbeit einbringen kann. Der Interimsdirektor, Ian Lund, kümmert sich um die Arbeit in Mosambik und weist gleichzeitig den neuen Direktor Serge (aus Madagaskar) ein. Die Neugestaltung der Arbeit im gesamten südlichen Afrika wird in Kooperation mit verschiedenen Partnern geplant. Dabei wird wird auch besprochen, wo Dorothees Platz in dieser Entwicklung sein kann.

Eine deutsche Kollegin der Familie Carlos bekam mittlerweile die Anerkennung als Linguistikberaterin und ein erster Mosambikaner, der als Übersetzungsberater in Ausbildung ist, bestand seinen Magister in Theologie mit Auszeichnung und auch ein schwedischer Kollege schreibt, nachdem er mehrere Monate in England vorbereitend studiert hatte, nun in Mosambik an seiner Magisterarbeit als Teil seiner Ausbildung zum Übersetzungsberater.

Ende Juli wurde nach 20 Jahren Übersetzungsarbeit den Makonde, einer Sprachgruppe von mehr als 400 000 Sprechern, in einem feierlichen Akt das Neue Testament übergeben. Mehr als tausend Makondes feierten diesen Moment, u.a. mit einem Marsch durch die Hauptstraße der Stadt. Der Bürgermeister erklärte in seiner Ansprache: "Die größte Armut besteht darin, das Wort Gottes nicht zu haben". Dieser Armut ist nun ein Ende gesetzt.

Familie Carlos ist Gott dankbar, dass ihre Kinder erste Wurzeln schlagen, auch dafür, dass sie das Privileg haben, Gottes Wort studieren zu können, aber auch für ihre Besucher aus Deutschland und vertrauen Gott auch in Bezug auf die neuen Strukturen und das Studium.